Der von Ihnen verwendete Browser wird nicht unterstützt.

Bitte aktivieren Sie JavaScript, um diese Seite im vollen Umfang zu nutzen.

Grußwort Prof. Dr. med. Tim Pohlemann

Prof. Dr. med. Tim PohlemannSehr geehrte Kolleginnen und Kollegen,
sehr verehrte Damen und Herren,

zum Deutschen Anästhesiekongress 2017 grüße ich Sie alle im Namen des Vorstandes und Präsidiums der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie!

Ihr Präsident, Herr Prof. Dr. med. Bernd Zwißler, hat mit dem Kongressmotto „Personalisierte Medizin – Herausforderung und Chancen“ ein äußerst aktuelles Thema aufgegriffen. Diesem Thema sind wir als operativ tätige Mediziner besonders verbunden. Die großen medizinischen Fortschritte der letzten Jahrzehnte beruhen im Wesentlichen auf der Standardisierung von Diagnostik, Behandlungsplanung, Therapie und Nachbehandlung. Damit konnte der auch im Weltvergleich herausragende Standard von Qualität und Sicherheit der derzeitigen Medizin in Deutschland überhaupt erst erreicht werden. Trotzdem wissen wir alle, und erleben es täglich, dass naturgemäß jeder Patient anders ist, individuelle Ansprüche hat und unterschiedliche physiologische Ausstattungen mitbringt. Das Individuum kann daher nur durch ein, zwar dem Standard entsprechendes, aber individuell auf ihn zugeschnittenes Therapiekonzept optimal profitieren. Der persönlichen Entscheidung des Arztes und aller am Behandlungsprozess Beteiligten kommt daher ein steigendes Maß an Verantwortung und Entscheidungsfähigkeit zu. Die zusätzlich immer stärker in Prozesseinheiten untergliederten Behandlungsabläufe erschweren durch die zunehmende Zahl an Schnittstellen die für eine Individualisierung erforderliche Informationsweitergabe zusätzlich. Ich danke Herrn Kollegen Zwißler daher ausdrücklich, dieses, uns alle angehende, Thema so explizit zur Diskussion zu stellen. Insbesondere die reibungslose Zusammenarbeit mit gegenseitigem Verständnis ist für die medizinische Ausnahmesituation eines intra- und perioperativen Behandlungsablaufs von essentieller Bedeutung! Nur wenn wir uns interdisziplinär, als Chirurgen dabei insbesonders im engen Schulterschluss mit unseren anästhesiologischen Kolleginnen und Kollegen, und interprofessionell, dabei insbesondere mit dem Pflegepersonal, der Fortentwicklung klarer Arbeitsabläufe, der Schnittstellendefinition und dem gegenseitigem Verständnis widmen, können wir die faszinierenden Möglichkeiten einer „individualisierten Medizin“ überhaupt erst erfassen, entwickeln und ausbauen.

Das spannende Programm lässt hierzu richtungsweisende Diskussionen erwarten! Das gewohnt breite Spektrum des Deutschen Anästhesiekongress nimmt zusätzlich eine sehr große Zahl von Fortbildungsthemen und wissenschaftlichen Entwicklungen auf und demonstriert damit die außergewöhnliche Breite und Tiefe eines spannenden Fachgebietes!

Ich wünsche Ihnen allen anregende und erlebnisreiche Tage in Nürnberg und dem Präsidenten und seinem ganzen Team den verdienten Erfolg!

Mit herzlichen Grüßen

Prof. Dr. med. Tim Pohlemann
Präsident DGCH